Historische optische Werkstatt mit Fernrohren und Ferngläsern im Übergang zu moderner Optronik und Präzisionstechnik in Wetzlar

Hensoldt: Von den Anfängen bis zur Spilburg

Die Geschichte von Moritz Hensoldt führt von den ersten optischen Werkstätten in Thüringen über Wetzlar bis zur modernen Optronik im Gewerbepark Spilburg.

Quellen und Copyright

Dieser Artikel wurde von Andreas Faßl, Redaktion erstellt. Für die Erstellung wurden folgende Quellen verwendet:

Carl Zeiss Sports Optics | Wetzlar-Network: https://www.wetzlar-network.de/de/mitglieder/carl-zeiss-sports-optics
Geschichte der Firma von Moritz Hensoldt, Wetzlar (Dipl.-Ing. Walter J. Schwab, 2024): https://www.wetzlar-network.de/
Hensoldt (Unternehmensgruppe) – Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Hensoldt_(Unternehmensgruppe
Karsten Porezag - Historische Forschungen zur Montan-, Technik- und Regionalgeschichte: https://www.porezag.de/
Hensoldt Dialyt Wacht 6x: https://www.fernglas-sammlung.de/
Hensoldt Fero Z-24 Zielfernrohr | Ripperkon: https://ripperkon.de/hensoldt-fero-z-24/
Moritz Hensoldt – Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Moritz_Hensoldt
Zeitenwenden | Wetzlar-Network: https://www.wetzlar-network.de/de/magazin/zeitenwenden
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Moritz Hensoldt und die Optik in Wetzlar

Wetzlar ist seit langer Zeit ein wichtiger Ort für Optik und Feinmechanik.

Ein wichtiger Name ist Moritz Hensoldt. Er wurde 1821 geboren. Nach seiner Ausbildung zum Feinmechaniker arbeitete er an verschiedenen Orten. 1846 lernte er Carl Kellner kennen. Beide interessierten sich für optische Geräte.

Hensoldt gründete später seine eigene Werkstatt. 1865 kam sein Unternehmen nach Wetzlar. Dort wurden unter anderem Fernrohre, Mikroskope und andere optische Geräte hergestellt.

Das Unternehmen entwickelte sich weiter. Hensoldt wurde besonders durch Fernrohre und Ferngläser bekannt. Später entstand eine Verbindung mit Carl Zeiss.

Heute gibt es in Wetzlar wieder ein Unternehmen mit dem Namen HENSOLDT. Der moderne Standort liegt im Gewerbepark Spilburg.

Dort werden optische und elektronische Systeme entwickelt und hergestellt. Dazu gehören zum Beispiel Wärmebildgeräte, Zieloptiken und andere optronische Systeme.

So verbindet sich in Wetzlar eine lange Geschichte der Optik mit moderner Technik.

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Die Geschichte von Moritz Hensoldt zeigt, wie eng Optik, Feinmechanik, Elektronik und industrielle Entwicklung mit Wetzlar verbunden sind. Genau dieses Umfeld macht den Gewerbepark Spilburg interessant für Ingenieurbüros, Entwicklungsdienstleister, technische Beratungen und spezialisierte Unternehmen, die in einem technologieorientierten Umfeld arbeiten möchten.

Ob 50, 80, 100, 150, 200 oder 300 m² Gewerbefläche: Für Entwicklungs-, Konstruktions- und Beratungsunternehmen lassen sich passende Flächen finden. Auch kleinere Gewerbeflächen in Wetzlar können für handwerksnahe Betriebe mit technischem Schwerpunkt interessant sein.

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Moritz Hensoldt: Von den Anfängen bis zur Spilburg

Wetzlar gilt seit dem 19. Jahrhundert als bedeutendes Zentrum für Feinmechanik und Optik. Neben Carl Kellner und Ernst Leitz prägte vor allem Moritz Hensoldt die Entwicklung der optischen Industrie in der Region. Was mit handwerklich gefertigten Mikroskopen, Fernrohren und optischen Instrumenten begann, führt heute bis zur modernen Optronik im Gewerbepark Spilburg.

Die Anfänge von Moritz Hensoldt

Moritz Carl Hensoldt wurde 1821 im thüringischen Lindenau geboren. Nach seiner Ausbildung zum Feinmechaniker in Saalfeld arbeitete er zunächst in Kassel und Hamburg. Dort lernte er 1846 Carl Kellner kennen. Beide verband das Interesse an optischen Instrumenten und der Wunsch nach einer gemeinsamen Werkstatt.

Hensoldt gründete 1852 seine eigene optische Werkstatt in Sonneberg. 1861 begann er gemeinsam mit Louis Engelbert in Braunfels mit der Herstellung von Mikroskopen. Ende 1865 verlegte das Unternehmen seinen Standort nach Wetzlar. Hensoldt und Engelbert arbeiteten dort in getrennten Werkstätten weiter.

Ab 1877 stellte Hensoldt in seinem eigenen Unternehmen unter anderem Fernrohre für geodätische, astronomische und physikalische Anwendungen her. Seine Werkstatt entwickelte sich vom Handwerksbetrieb zu einem Industrieunternehmen.

Entwicklung der optischen Instrumente

Hensoldt und seine Nachfolger entwickelten verschiedene optische Instrumente. Dazu gehörten Mikroskope, Fernrohre, geodätische Geräte und Entfernungsmesser.

Eine wichtige Entwicklung waren Prismenoptiken für Fernrohre und Ferngläser. Die von Hensoldt verwendeten bildumkehrenden Prismen trugen dazu bei, kompakte und handliche Prismenferngläser zu entwickeln. Um 1900 gehörte das Unternehmen zu den international führenden Herstellern von Fernrohren.

1896 wurden Hensoldts Söhne Waldemar und Carl Teilhaber. Das Unternehmen firmierte als „M. Hensoldt & Söhne“. 1922 wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

Die Verbindung mit Carl Zeiss

1928 übernahm die Carl-Zeiss-Stiftung die Aktienmehrheit an M. Hensoldt & Söhne. Damit wurden die Kompetenzen zweier bedeutender Optikunternehmen verbunden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Unternehmensgeschichte weiter. Die zivile Optik in Wetzlar wurde später unter dem Namen Carl Zeiss Sports Optics geführt. 2006 wurde die Hensoldt AG in Carl Zeiss Sports Optics GmbH umbenannt.

Der militärische und sicherheitsbezogene Bereich wurde dagegen in der Carl Zeiss Optronics zusammengeführt. 2012 übernahm die EADS-Tochter Cassidian die Mehrheit an Carl Zeiss Optronics. ZEISS beendete damit seine eigene Herstellung militärischer Produkte.

Von Cassidian zu HENSOLDT

Aus der Verteidigungselektronik von Airbus entstand 2017 das eigenständige Unternehmen HENSOLDT. Der Name knüpft bewusst an die Geschichte des Wetzlarer Optikpioniers Moritz Hensoldt an.

Damit kehrte auch die Marke HENSOLDT an einen wichtigen Ort ihrer Geschichte zurück. Der Wetzlarer Standort verbindet die historische Optiktradition mit modernen Technologien aus Optronik, Sensorik und Elektronik.

HENSOLDT im Gewerbepark Spilburg

Im Gewerbepark Spilburg entstand für HENSOLDT ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude. Der Neubau an der Henri-Duffaut-Straße verfügt über rund 6.500 Quadratmeter Nutzfläche und wurde 2024 in Betrieb genommen. Der klimaneutrale Industriekomplex verfügt über Photovoltaik- und Geothermieanlagen.

Am Standort Wetzlar ist der Geschäftsbereich „Sights“ angesiedelt. Dort werden unter anderem handgehaltene Zieloptiken und optronische Geräte sowie Optiken für gepanzerte Fahrzeuge entwickelt und gefertigt. Zum Produktspektrum gehören auch Restlicht- und Wärmebildgeräte, Feuerleitsysteme, Panoramaperiskope sowie weitere Sicht- und Kalibriersysteme.

So reicht die Entwicklung von Moritz Hensoldts Werkstätten bis in die moderne industrielle Optronik. Die Verbindung von Optik, Feinmechanik und neuen Technologien prägt den Standort Wetzlar bis heute.

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