Die Geschichte der Spilburg als Bundeswehrstandort begann im Jahr 1957 mit einem bedeutenden Kapitel: dem Einzug der Panzerkampfgruppe B5. Als erste Bundeswehr-Einheit, die das Gelände in Wetzlar bezog, prägte sie die militärische Identität des Areals in den frühen Jahren der jungen Bundesrepublik maßgeblich.
Gründung und Stationierung
Die Panzerkampfgruppe B5 wurde am 1. August 1956 auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr aufgestellt. Nur wenige Monate später, im März 1957, verlegte der Stab der Einheit seinen Sitz nach Wetzlar in die Spilburg-Kaserne. Dieser Umzug markierte den Beginn einer neuen Ära für den Standort, der damit fest in die Struktur der neu aufgestellten Streitkräfte integriert wurde.
Einordnung und Umgliederung
Als Teil der 5. Panzerdivision leistete die Panzerkampfgruppe B5 einen wesentlichen Beitrag zur Verteidigungsbereitschaft der damaligen Zeit. Die Einheit blieb jedoch nicht in ihrer ursprünglichen Form bestehen: Im Zuge der weiteren Heeresstrukturreformen wurde sie im Jahr 1959 in die Panzergrenadierbrigade 13 umgegliedert.
Historische Bedeutung für Wetzlar
Der Einzug der Panzerkampfgruppe B5 ist ein zentraler Meilenstein in der Chronik der Spilburg. Er steht für den Wandel des Geländes von einem ehemaligen Flugplatz- und Besatzungsstandort hin zu einer modernen Kaserne der Bundeswehr. Heute erinnert dieser Abschnitt an die wechselvolle Geschichte der Spilburg, die sich über Jahrzehnte hinweg stets den Anforderungen der Zeit angepasst hat.