Moderne Leitstelle mit Einsatzdisponenten, Notruftechnik und Funkarbeitsplätzen für Rettung und Sicherheit im Lahn-Dill-Kreis

Zentrale Leitstelle des Lahn-Dill-Kreises in Wetzlar

Die Zentrale Leitstelle in der Wetzlarer Spilburg koordiniert rund um die Uhr Notrufe, Rettungsdienst, Feuerwehr und Hilfeleistungen im Lahn-Dill-Kreis.

Sie haben einen Notfall?

Im Notfall: 112 wählen! Bei einem medizinischen Notfall, einem Brand oder einem Unfall gilt: Rufen Sie die 112 an. Die Nummer ist kostenlos und rund um die Uhr erreichbar.

Quellen und Copyright

Dieser Artikel wurde von Andreas Faßl, Redaktion erstellt. Für die Erstellung wurden folgende Quellen verwendet:

Lahn-Dill-Kreis - 22.2 Zentrale Leitstelle - Hessian Portal for Administrative Services https://verwaltungsportal.hessen.de/en/behoerde?org_id=L100001_9132846
Trotz Notrufausfall: Zentrale Leitstelle immer erreichbar - Lahn-Dill-Kreis https://www.lahn-dill-kreis.de/allgemein/trotz-notrufausfall-zentrale-leitstelle-immer-erreichbar/
Jahresbericht 2025: Brandschutz im Lahn-Dill-Kreis
Rettungsdienst - Lahn-Dill-Kreis https://www.lahn-dill-kreis.de/uebersicht-brandschutz-rettungsdienst-katastrophenschutz/rettungsdienst/
Bilder: KI-bearbeitet
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Die Zentrale Leitstelle in Wetzlar

Die Zentrale Leitstelle des Lahn-Dill-Kreises ist in Wetzlar. Sie ist rund um die Uhr besetzt.

Hier gehen Notrufe über die 112 ein. Die Mitarbeiter nehmen die Notrufe an und schicken schnell die richtige Hilfe. Zum Beispiel einen Rettungswagen, einen Notarzt oder die Feuerwehr.

Hilfe im Notfall

Die Leitstelle organisiert auch den Krankentransport. Im Jahr 2025 wurden mehr als 53.000 Rettungsdienst-Einsätze bearbeitet.

Auch automatische Brandmeldeanlagen sind mit der Leitstelle verbunden. Wird ein Brand gemeldet, können die Einsatzkräfte schnell alarmiert werden.

Schnelle Hilfe durch Ersthelfer

Die Leitstelle arbeitet auch mit dem KATRETTER-System. Dabei können geschulte Ersthelfer in der Nähe eines Notfalls alarmiert werden.

Sie können bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes helfen. Zum Beispiel können sie mit einer Herzdruckmassage beginnen.

Wichtig für den Katastrophenschutz

Bei großen Unfällen, Unwettern oder Katastrophen hat die Leitstelle eine besonders wichtige Aufgabe.

Sie koordiniert die Informationen zwischen Rettungsdienst, Feuerwehr, Behörden und anderen Einsatzkräften.

Die Zentrale Leitstelle ist damit ein wichtiger Teil der Sicherheit im Lahn-Dill-Kreis.

Die Zentrale Leitstelle des Lahn-Dill-Kreises: Drehscheibe für Sicherheit und Rettung

Wenn im Lahn-Dill-Kreis ein Notfall eintritt, läuft die Kommunikation über eine zentrale Schnittstelle: die Zentrale Leitstelle mit Sitz in Wetzlar. Als Teil des Fachdienstes für Brandschutz, Rettungsdienst, Zivil- und Katastrophenschutz nimmt die Leitstelle eine wichtige Rolle in der Sicherheitsinfrastruktur der Region ein. Rund um die Uhr sorgen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Tages- und Schichtdienst dafür, dass Notrufe angenommen, Hilfeleistungen koordiniert und Einsatzkräfte gezielt alarmiert werden.

Alarmierung und Notrufdisposition

Die Hauptaufgabe der Leitstelle besteht in der Abwicklung des Notrufverkehrs über die europaweite Notrufnummer 112. An acht Einsatzleitrechner-Arbeitsplätzen nehmen die Disponenten Hilfegesuche entgegen. Sie erfassen den Standort sowie die Art des Notfalls und alarmieren die passenden Einsatzkräfte.

Neben medizinischen Notfällen und Brandeinsätzen gehören auch Hilfeleistungen bei Unfällen, Unwettern und technischen Notlagen zum Aufgabenspektrum.

Für die Erreichbarkeit stehen 23 Notrufleitungen bereit. Neben der klassischen Sprachverbindung unterstützt die Leitstelle auch barrierefreie Notrufkanäle. Über das Notrufsystem nora per Smartphone-App oder über ein Notruffax können auch Menschen mit Sprach- oder Hörbeeinträchtigungen einen Notruf absetzen.

Sollte der Notruf 112 flächendeckend ausfallen, kann ein Notfall im Lahn-Dill-Kreis auch über die rund um die Uhr erreichbare Nummer 06441 19222 für Rettungsdienst und Krankentransport gemeldet werden. Die 112 bleibt bei medizinischen Notfällen, Feuer und Unfällen die erste Wahl.

Koordination von Rettungsdienst und Krankentransport

Der Lahn-Dill-Kreis ist Träger des öffentlichen Rettungsdienstes und organisiert sowohl die Notfallrettung als auch den qualifizierten Krankentransport. Die Durchführung der Rettungseinsätze wird an externe Leistungserbringer vergeben. Dazu gehören die DRK Rettungsdienst Mittelhessen gGmbH, die DRK Rettungsdienst Dill GmbH und die Malteser Hilfsdienst gGmbH.

Für die Abwicklung des Rettungsdienstes stehen acht Leitungen für die Nummer 19222 zur Verfügung. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 53.323 Rettungsdiensteinsätze registriert. Darunter waren 40.638 Notfälle, 6.643 Einsätze mit Notarzt, 7.384 Krankentransporte und 174 Einsätze mit einem Rettungshubschrauber.

Überwachung technischer Meldeanlagen

Über den Notruf hinaus ist die Leitstelle mit technischen Meldeanlagen im Kreisgebiet verbunden. Im Jahr 2025 waren 421 Brandmeldeanlagen auf die Zentrale Leitstelle aufgeschaltet.

Löst eine Brandmeldeanlage einen Alarm aus, wird dieser an die Leitstelle übermittelt. Die Einsatzkräfte können dadurch bereits bei einem Brandereignis im Entstehungsstadium alarmiert werden. Der Jahresbericht des Lahn-Dill-Kreises weist darauf hin, dass aufgeschaltete Brandmeldeanlagen in vielen Fällen Brände bereits früh meldeten und dadurch größere Schadenfeuer verhindert werden konnten.

Auch E-Call-Systeme gehören zu den technischen Aufgaben der Leitstelle. Im Jahr 2025 wurden 2.474 E-Call-Tests durchgeführt.

Einbindung digitaler Ersthelfersysteme

Zur Verkürzung der Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes nutzt der Lahn-Dill-Kreis seit Februar 2025 das KATRETTER-System.

Dabei können qualifizierte Ersthelfende in der Nähe eines Notfalls über eine App alarmiert werden. Im Lahn-Dill-Kreis beteiligten sich 2025 insgesamt 330 Personen aus dem Gesundheitswesen an dem Projekt. Der Einsatzradius beträgt 500 Meter Luftlinie um den jeweiligen Notfallort.

Die Ersthelfenden können dadurch bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes mit grundlegenden lebensrettenden Maßnahmen wie Herzdruckmassage oder der Anwendung eines automatisierten externen Defibrillators beginnen.

Ergänzend wurde in Mittenaar im Mai 2025 ein Voraus-Helfer-System gestartet. In den ersten sieben Monaten wurden die Voraus-Helfer zu 23 Einsätzen alarmiert.

Kommunikationsknotenpunkt im Katastrophenfall

Bei Großschadenslagen, Extremwetterereignissen oder anderen besonderen Einsatzlagen vergrößert sich das Aufgabenfeld der Leitstelle. Für ein erhöhtes Anrufaufkommen stehen drei Ausnahmeabfrageplätze zur Verfügung.

Die Zentrale Leitstelle wird außerdem durch die ehrenamtliche Informations- und Kommunikationsgruppe des Katastrophenschutzes unterstützt. Die IuK-Gruppe besteht aus 15 Personen und leistete im Jahr 2025 insgesamt 557,5 Dienststunden.

Zu ihren Aufgaben gehören der Aufbau und Betrieb von Kommunikationsmitteln, die Sicherstellung redundanter Kommunikationswege sowie die strukturierte Übermittlung und Dokumentation einsatzrelevanter Informationen. Damit unterstützt sie die Kommunikation innerhalb des Katastrophenschutzstabes sowie zwischen dem Stab und externen Stellen.

Die Zahlen des Jahres 2025 zeigen die Größe der Aufgabe: Neben 53.323 Rettungsdiensteinsätzen wurden über die Zentrale Leitstelle unter anderem 981 Brandeinsätze, 1.475 technische Hilfeleistungen und 293 Einsätze von Katastrophenschutzorganisationen erfasst.

Die Zentrale Leitstelle in der Wetzlarer Spilburg bildet damit einen wichtigen Kommunikations- und Koordinationspunkt für Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz im Lahn-Dill-Kreis.

Adresse:
Franz-Schubert-Straße 4
35578 Wetzlar

Kontaktinformationen

Telefon (Leitstelle/Notruf): 06441-19222
Telefon (Verwaltung): 06441-407-2803
Telefax: 06441-407-2902
E-Mail: rettungsdienst@lahn-dill-kreis.de

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