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Dieser Artikel wurde von Andreas Faßl, Redaktion erstellt. Für die Erstellung wurden folgende Quellen verwendet:
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Elektroneurografie (ENG) einfach erklärt
Die Elektroneurografie, kurz ENG, untersucht die Nerven im Körper.
Dabei wird geprüft, wie gut elektrische Signale durch einen Nerv weitergeleitet werden. Eine wichtige Messung ist die Nervenleitgeschwindigkeit.
Wann wird eine ENG gemacht?
Eine ENG kann zum Beispiel gemacht werden bei:
- Kribbeln oder Taubheitsgefühlen
- Verdacht auf Polyneuropathie
- eingeengten Nerven
- Nervenverletzungen
- bestimmten Beschwerden an der Wirbelsäule
Wie läuft die Untersuchung ab?
Zuerst werden Elektroden auf die Haut geklebt. Danach wird der untersuchte Nerv an bestimmten Stellen kurz elektrisch gereizt.
Die Reize können sich wie Kribbeln, Zucken oder ein kurzer Stromimpuls anfühlen. Manche Menschen empfinden sie als unangenehm.
Das Messgerät zeichnet die Reaktion des Nervs auf. Daraus kann der Arzt erkennen, wie gut der Nerv Signale weiterleitet.
Was kann die ENG zeigen?
Die Untersuchung kann Hinweise darauf geben, ob ein Nerv geschädigt oder seine Funktion verändert ist.
Dabei können unter anderem die Geschwindigkeit und die Stärke des Signals gemessen werden. Je nach Untersuchung können auch eine F-Welle oder ein H-Reflex bestimmt werden.
Muss ich mich vorbereiten?
Normalerweise ist keine besondere Vorbereitung notwendig.
Am Untersuchungstag sollten Sie an den untersuchten Körperstellen keine Cremes oder Öle benutzen. Die Haut sollte sauber und fettfrei sein.
Was ist danach?
Nach einer ENG können Sie normalerweise sofort wieder Ihren Alltag aufnehmen. Auch Autofahren, Arbeiten und Sport sind in der Regel möglich.
Kurz gesagt
Die ENG ist eine Untersuchung der Nervenleitung. Sie hilft dabei herauszufinden, ob Nerven Signale normal weiterleiten.
Elektroneurografie (ENG): Wie Ihre Nervenbahnen untersucht werden
Mit der Elektroneurografie (ENG) wird die Funktion peripherer Nerven untersucht. Erfahren Sie, wann die Untersuchung eingesetzt wird, wie sie abläuft und was Sie dabei erwartet.
Was ist eine Elektroneurografie?
Die Elektroneurografie, kurz ENG, ist eine neurologische Untersuchungsmethode. Sie gibt Aufschluss darüber, wie elektrische Signale über periphere Nerven weitergeleitet werden.
Untersucht werden dabei Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark. Je nach Fragestellung können unter anderem die Geschwindigkeit der Nervenleitung und die Stärke der gemessenen Antwort beurteilt werden.
Die Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) ist dabei ein wichtiger Messwert, der aus den während der Untersuchung erhobenen Daten bestimmt werden kann.
Wann wird eine Elektroneurografie durchgeführt?
Eine ENG kann eingesetzt werden, wenn Beschwerden oder Untersuchungsergebnisse auf eine Beeinträchtigung eines peripheren Nervs hindeuten. Dazu gehören beispielsweise:
- Missempfindungen und Taubheitsgefühle: Kribbeln, Taubheit oder andere ungewöhnliche Empfindungen an Armen oder Beinen können Anlass für eine Untersuchung sein.
- Verdacht auf eine Polyneuropathie: Bei einer Erkrankung mehrerer peripherer Nerven kann die ENG zeigen, ob und wie die Nervenleitung verändert ist.
- Eingeengte Nerven: Bei einem sogenannten Engpasssyndrom kann überprüft werden, ob die Weiterleitung des betroffenen Nervs beeinträchtigt ist.
- Nervenverletzungen: Nach einer Verletzung kann die Untersuchung zusätzliche Informationen über die Funktion eines betroffenen Nervs liefern.
- Beschwerden im Zusammenhang mit Erkrankungen der Wirbelsäule: Eine ENG kann zusammen mit anderen Untersuchungen eingesetzt werden, wenn eine Beteiligung von Nerven vermutet wird.
Welche Untersuchungen im Einzelfall erforderlich sind, richtet sich nach den Beschwerden und der jeweiligen medizinischen Fragestellung.
Wie läuft eine Elektroneurografie ab?
Die Untersuchung erfolgt häufig an Armen oder Beinen. Der zu untersuchende Nerv wird an bestimmten Stellen kurz elektrisch gereizt. Die dabei entstehende Reaktion wird über Elektroden aufgezeichnet.
Die ermittelten Messwerte ermöglichen dem Arzt eine Beurteilung der Nervenleitung.
Anbringen der Elektroden
Zu Beginn werden Elektroden auf der Haut befestigt. Sie nehmen die elektrische Antwort des untersuchten Nervs beziehungsweise des zugehörigen Muskels auf.
Die Elektroden sind mit einem Messgerät verbunden. Die aufgezeichneten Signale werden dort erfasst und für die spätere Beurteilung dargestellt.
Die elektrische Stimulation
Für die Messung wird der Nerv mit einem kurzen elektrischen Reiz stimuliert. Dadurch wird ein Signal ausgelöst, das sich entlang des Nervs ausbreitet.
Die Stärke der Stimulation wird an die jeweilige Messung angepasst. Der Reiz kann deutlich spürbar sein.
Wie wird die Nervenleitgeschwindigkeit bestimmt?
Für die Berechnung werden unter anderem die Entfernung zwischen den Messstellen und die Zeit der Signalübertragung berücksichtigt.
Vereinfacht lässt sich das Prinzip so darstellen:
Nervenleitgeschwindigkeit = Strecke ÷ Zeit
Für die medizinische Beurteilung werden jedoch weitere Messwerte und die jeweilige Untersuchungssituation berücksichtigt.
Wie fühlt sich die Untersuchung an?
Die elektrischen Reize sind während der Untersuchung spürbar. Sie können beispielsweise als Kribbeln, Zucken oder kurzer elektrischer Impuls wahrgenommen werden.
Manche Patienten empfinden die Stimulation als unangenehm oder vorübergehend leicht schmerzhaft. Wie stark die Reize wahrgenommen werden, ist individuell unterschiedlich.
Die einzelnen Reize dauern nur kurz. Die ENG ist ein etabliertes diagnostisches Untersuchungsverfahren.
Was kann eine ENG zeigen?
Die Messwerte können Hinweise darauf geben, ob und in welcher Form die Funktion eines untersuchten Nervs verändert ist.
Dabei können verschiedene Eigenschaften der Nervenleitung und der gemessenen Reizantwort betrachtet werden.
Myelinscheide
Viele Nervenfasern besitzen eine schützende Hülle, die Myelinscheide. Sie unterstützt die schnelle Weiterleitung elektrischer Signale entlang der Nervenfaser.
Veränderungen dieser Hülle können die Geschwindigkeit der Signalübertragung beeinflussen. Eine veränderte Nervenleitgeschwindigkeit kann deshalb Hinweise auf eine Beeinträchtigung der Nervenleitung geben.
Axon
Das Axon ist ein Fortsatz der Nervenzelle, über den elektrische Signale weitergeleitet werden.
Sind Nervenfasern geschädigt oder ausgefallen, kann sich dies unter anderem auf die gemessene Reizantwort auswirken. Ein wichtiger Messwert ist dabei die Amplitude, also die Stärke des aufgezeichneten Signals.
F-Welle und H-Reflex
Je nach medizinischer Fragestellung können zusätzliche Messverfahren eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise die F-Welle und der H-Reflex.
Mit diesen Untersuchungen können zusätzliche Informationen über die Nervenleitung gewonnen werden. Welche dieser Messungen erforderlich sind, hängt von der jeweiligen Fragestellung ab.
Refraktärzeit
Nach einer elektrischen Erregung benötigt eine Nervenfaser eine kurze Erholungsphase, bevor sie erneut auf einen Reiz reagieren kann. Diese Phase wird als Refraktärzeit bezeichnet.
Auch die Eigenschaften dieser Erholungsphase können bei speziellen Untersuchungen berücksichtigt werden.
Wie bereiten Sie sich auf eine Elektroneurografie vor?
Eine besondere Vorbereitung ist normalerweise nicht erforderlich.
Wichtig ist jedoch, dass die Haut an den Stellen, an denen die Elektroden angebracht werden, möglichst frei von Pflegeprodukten ist.
Keine Cremes oder Lotionen
Verzichten Sie am Untersuchungstag möglichst auf Cremes, Lotionen oder Öle an Armen, Händen, Beinen und Füßen, wenn diese Bereiche untersucht werden.
Pflegeprodukte können die Haftung der Elektroden beeinträchtigen und die Bedingungen für die Messung verändern.
Was ist nach der Untersuchung zu beachten?
Nach einer Elektroneurografie sind normalerweise keine besonderen Schonmaßnahmen erforderlich.
Wenn ausschließlich eine ENG durchgeführt wurde, können Sie die Praxis in der Regel direkt verlassen und Ihren normalen Alltag fortsetzen.
Auch Arbeiten, Autofahren oder sportliche Aktivitäten sind grundsätzlich wieder möglich.
Häufig gestellte Fragen zur Elektroneurografie
Ist eine Elektroneurografie gefährlich?
Die Elektroneurografie ist ein etabliertes diagnostisches Verfahren. Die dabei eingesetzten elektrischen Reize werden gezielt zur Untersuchung eines Nervs verwendet.
Die Untersuchung kann unangenehm sein. Bei einer üblichen Durchführung sind besondere Einschränkungen danach nicht zu erwarten.
Tut eine Elektroneurografie weh?
Die elektrischen Reize können als Kribbeln, Zucken oder unangenehmes elektrisches Gefühl wahrgenommen werden. Manche Menschen empfinden einzelne Reize als kurzzeitig schmerzhaft.
Wie stark die Untersuchung empfunden wird, ist individuell unterschiedlich.
Wie lange dauert eine Elektroneurografie?
Die Dauer hängt davon ab, welche Nerven untersucht werden und wie viele Messungen notwendig sind.
Eine Untersuchung kann beispielsweise etwa 15 bis 30 Minuten dauern.
Muss ich für eine ENG nüchtern sein?
Für eine übliche Elektroneurografie ist normalerweise keine Nüchternheit erforderlich.
Medikamente sollten wegen einer ENG nicht eigenständig abgesetzt werden. Falls für Ihre konkrete Untersuchung etwas anderes gilt, wird die Praxis Sie darüber informieren.
Darf ich vor der Untersuchung Creme benutzen?
Am Untersuchungstag sollten Sie an den zu untersuchenden Körperstellen möglichst keine Cremes, Lotionen oder Öle verwenden.
Die Haut sollte sauber und möglichst frei von fettenden Pflegeprodukten sein.
Kann ich nach der Untersuchung Auto fahren?
Nach einer ausschließlich durchgeführten Elektroneurografie bestehen normalerweise keine besonderen Einschränkungen. Sie können die Praxis in der Regel direkt verlassen und anschließend wieder Auto fahren.
Was ist der Unterschied zwischen ENG und EMG?
Die Elektroneurografie (ENG) untersucht die elektrische Weiterleitung von Signalen in Nerven.
Die Elektromyografie (EMG) untersucht dagegen die elektrische Aktivität von Muskeln.
Beide Verfahren können sich ergänzen. Welche Untersuchung erforderlich ist, hängt von der jeweiligen medizinischen Fragestellung ab.